Haltung und Pflege von Neufundländern

Der große und kräftige Neufundländer ist Dank seiner Vielzahl an positiven Eigenschaften wie Ausgeglichenheit, Kinderfreundlichkeit und Friedfertigkeit ein hervorragender Familien- und Begleithund. Doch wie jedes Tier benötigt der Neufundländer bestimmte Rahmenbedingungen, auch eine liebevolle aber konsequente Erziehung zählt hierzu, und ein gewisses Maß an Pflege, um sich wohl zu fühlen.

Platz ist ein entscheidender Faktor, der vor der Anschaffung eines Neufundländers gut überdacht sein will. Ein Haus mit Garten ist sicherlich die ideale Lösung, die Haltung im Zwinger oder einer kleinen Wohnung sollte vermieden werden, denn der Neufundländer braucht frische Luft und Bewegung und sucht den Kontakt zu seinem Herrchen bzw. Frauchen. Schattige, trockene und zugfreie Plätze im Garten sind ein Muss, denn auch in den Sommermonaten verfügt das Tier über eine relativ dichte Unterwolle.

Über ausgedehnte Spaziergänge freut sich der Neufundländer, vor allem wenn auf dem Weg ein Gewässer passiert wird, hier kann sich der „Neufi“ beim Schwimmen und Tauchen abkühlen und ist wahrlich in seinem Element.

Die Pflege des Neufundländers

Eine regelmäßige Pflege ist für die Gesunderhaltung des Hundes unabdingbar, das Bürsten bzw. Kämmen des (doppelten) Haarkleides des Neufundländers ist dabei nur eine Form und notwendig um Verfilzungen etc. zu vermeiden. Das Schneiden bzw. Trimmen des Fells ist möglicherweise erforderlich, kann jedoch von professioneller Seite ausgeführt werden, falls der Hundebesitzer dies nicht übernehmen kann oder möchte.

Auch das Baden des Tieres ist ein manchmal nötiges Unterfangen, jedoch sollte dies nicht all zu häufig erfolgen (natürlicher Schutzfilm!) – beispielsweise bei stark verschmutzen Fell – und dabei ein rückfettendes Hundeshampoo (es gibt auch Spülungen und Balsams) angewandt werden.

Zähne und Ohren sind wiederkehrend zu prüfen und gegebenenfalls zu reinigen, ebenso sollten die Pfoten bei der Kontrolle nicht vergessen werden. Obligatorisch sind regelmäßige Entwurmungen und die jährlichen Impfungen. Zu bedenken ist auch ein etwaiger Schutz vor Zecken (diverse Mittel – tierärztlicher Rat).

Kontakt zum Herrchen/Frauchen und der Familie – also die Teilhabe am Familienleben – ist für den „Neufi“ sehr wichtig, nicht nur in Anbetracht seiner Geselligkeit, Treue und seinem Beschützerinstinkt. Neben Aufmerksamkeit erfordert die Haltung eines Neufundländers eine liebevolle und dennoch konsequente Erziehung, schließlich handelt es sich hierbei um einen großen, muskulösen Hunden („Bär“), der eine „starke Persönlichkeit“ aber auch Intelligenz und eine schnelle Auffassungsgabe besitzt.

Wie man mit diesem Hund umgehen sollte

Wie sich das Wesen des Hundes entwickelt ist vor allen Dingen von der Erziehung durch den Mensch abhängig, Vernachlässigung, Misshandlung, falsche Erziehung etc. führen oftmals zur Ausprägung unerwünschter Eigenschaften. Leicht reizbare oder sehr nervöse Menschen sind für den Neufundländer ungeeignete Herrchen und Frauchen. Prinzipiell ist in vielen Fällen zu beobachten, dass sich die Empfindungen des Besitzers wie Angst, Unsicherheit oder Gelassenheit auf den Hund übertragen.

Wer sich für einen Neufundländer als Familienhund interessiert, sollte zuerst prüfen, ob er dem Tier die passende Umgebung bieten kann sowie die nötige Zeit, Aufmerksamkeit, Vertrauen und Liebe.

Wie schon Roger Andrew Caras feststellte: „Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Zeit. Dafür schenken sie uns restlos alles, was sie uns zu bieten haben. Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat.“…